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JuLis kritisieren Regelung zum digitalen Nachlass

Anlässlich des BGH-Urteils zur Vererbung von Facebook-Accounts der Kinder an die Eltern erklärt Matti Karstedt, Landesvorsitzender der Jungen Liberalen Brandenburg:

„Die Entscheidung des Bundesgerichtshofs ist hochgradig bedenklich. Wird ein Mädchen daheim missbraucht und nimmt sich daraufhin das Leben, so fallen die Chatnachrichten, in denen sie ihr Leid schildert, nun Vater und Mutter zu. Auch aus Gründen des postmortalen Persönlichkeitsschutzes gilt es daher, lediglich Ermittlungsbehörden zeitlich begrenzt Zugang zum Account und den dortigen Inhalten zu gewähren.

Zwar dürfen schon seit Jahrzehnten Tagebücher und Briefe vererbt werden, doch enthalten diese nur Gedanken eines einzelnen Menschen. Eine Analogie zum digitalen Nachlass verbietet sich, da wir hier von tausenden genauestens archivierten Korrespondenzen reden. Auch die Chatpartner des Kindes haben ein Recht auf die Vertraulichkeit des Wortes – und das gestorbene Kind ein Recht auf eine unparteiische, sachlich geführte Aufklärung seines Todes.“


12. Juli 2018

Matti Karstedt ist Landesvorsitzender der Jungen Liberalen Brandenburg.

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