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Junge Liberale kritisieren Karfreitags-Tanzverbot

An Karfreitag und anderen stillen Feiertagen herrscht in ganz Deutschland das Tanzverbot. Die Jungen Liberalen wollen dies ändern – und fordern die Abschaffung. Für die Liberalen ist das Anliegen der Christen, einen ihrer höchsten Feiertage angemessen begehen zu können, gerechtfertigt. Aber ebenso sollte auch ein Drittel der Bevölkerung in Deutschland, das keiner Konfession angehört, die Möglichkeit für eine freie und offene Tagesgestaltung erhalten. „Wir wollen doch nur tanzen“, so das Motto der JuLis.

Tanzen und Besinnung nebeneinander sind möglich

„Wer sich durch tanzende Menschen in seiner Religionsausübung gestört fühlt, sollte sich zunächst Sorgen um seine eigene Engstirnigkeit machen. Einer freien Gesellschaft würde es gut zu Gesicht stehen, wenn Tanzen und Besinnung nebeneinander möglich sind“, führt Matti Karstedt (Landesvorsitzender der JuLis Brandenburg) aus. Die Abschaffung des Tanzverbots an stillen Feiertagen ist seit mehreren Jahren Beschlusslage der Jungen Liberalen. „Die aktuelle Regelung ist völlig aus der Zeit gefallen und nicht förderlich für ein Brandenburg, das für junge Leute attraktiv bleiben möchte“, meint Karstedt.

„Der Staat verpflichtet an diesen Tagen alle Bürger, keinen Spaß zu haben. Aus religiösen Gründen. Unabhängig davon, welcher Religion der Einzelne angehört, noch weniger, ob er überhaupt an einen Gott glaubt. Trennung von Kirche und Staat ist hier Fehlanzeige. Wir respektieren die Lebensgestaltung aller und lehnen staatliche Bevormundung ab, denn der Einflussbereich des Staates endet im Bereich der Ausübung persönlicher Handlungsfreiheit. Jeder Einzelne soll selbst entscheiden dürfen, wie er die Osterfeiertage verbringen möchte. Ob in stiller Einkehr oder ausgelassen in einer Diskothek. Niemand wird in der Ausübung seines Glaubens gehindert, wenn andere Menschen feiern.“


14. April 2017

Matti Karstedt ist Landesvorsitzender der Jungen Liberalen Brandenburg.

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