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Unsere Lausitz hat Menschen mit Ideen, aber…

In der Lausitz gibt es viele junge Menschen mit Geschäftsideen, die sie gerne verwirklichen wollen. Die Einrichtung eines neuen Gründerzentrums in Cottbus begrüßen wir deshalb. Doch die Politik muss noch weitere günstige Rahmenbedingungen setzen, um das Gründen in der Region zu erleichtern und für Unternehmen attraktiv zu sein.

Wir fordern fordern deshalb eine Senkung des Gewerbesteuerhebesatzes in der Stadt Cottbus. In der DDR galt ein einheitlicher Gewerbesteuerhebesatz von 400% – wie auch heute noch in Cottbus. Damit verschenkt die Stadt Potential. Cottbus liegt damit sogar über dem bundesdeutschen Durchschnitt und das kann sich Cottbus nicht leisten. Ein Gewerbesteuerhebesatz von maximal 350 % ist Angesicht der strukturellen Lage sinnvoller.

Während 2014 in Cottbus noch 8059 Unternehmen angemeldet waren, sind es schon 2015 nur noch 7838 gewesen. Dabei stagniert die Anzahl der neuangemeldeten Unternehmen mit leicht negativer Tendenz. Die Unternehmensabmeldungen sprechen jedoch eine deutliche Sprache: 2015 wurden 760 Unternehmen abgemeldet, im Vorjahr waren es noch vierzig weniger.

Betrachtet man schließlich noch die sinkenden Bevölkerungszahlen und den steigenden Altersdurchschnitt in der Bevölkerung, da immer weniger junge Menschen in Cottbus bleiben oder nach Cottbus zum Studieren kommen, wird klar, dass Cottbus etwas tun muss, um keine abgehängte Stadt zu sein. Die Senkung des Gewerbesteuerhebesatzes ist dabei ein erster möglicher Schritt. In Berlin liegt der Gewerbesteuerhebesatz übrigens bei 410 %. Angesichts dieser Konkurrenz kann sich Cottbus seine 400 % definitiv nicht leisten. Die Landesregierung sei deshalb dazu aufgefordert, nicht in die Belange der Stadt einzugreifen und sie den Gewerbesteuerhebesatz selbst festlegen zu lassen.